Die ewige Jugend ist seit jeher eine unerreichbare Utopie der Menschheit. So sehr man die Vorzüge und Unbeschwertheit des Jungseins genießt, so sicher folgt irgendwann die Ernüchterung, dass sich gewisse Dinge ändern und man sich selbst eingestehen muss, dass man keine 20 mehr ist. Offensichtlich beschäftigt das Thema des Älterwerdens die junggebliebene (aber halt doch nicht mehr ganz junge) Tiroler Volkpunkband Die Analphabeten so sehr, dass sie sich diesem in der neuen Single I wea alt angenommen hat. Spoiler: auf äußerst unterhaltsame, gut beobachtete und sarkastische Art und Weise!
Musikalisch in gutgelaunte Polka- und Ska-Klänge gebettet, werden verschiedenste Erscheinungen des Älterwerdens besungen: Die ruhigere Wochenendgestaltung („Heit hock i Samstagabend auf der Couch und trink an Tee, im Fernsehen laft a Show mitm Gabalier“) ebenso wie das stagnierende Liebesleben („Mei Liebesleben gleicht einem Albinowelpen, nit besonders schön und a recht selten“) oder der voranschleichende Haarverlust. Der Song findet sich auf dem neuen Album Tradition & Rausch, welches am 28. September offiziell erscheint. Schon vorher wird das Musikvideo zu I wea alt, welches übrigens in einem Altersheim gedreht wurde, auf Youtube veröffentlicht. Ein Stück Kunst, welches durchaus Potenzial hat, durch die Decke zu gehen – und wenn es auch nur die Heizdecke im Bett ist.