Noch Herr über den eigenen Musikgeschmack?

Ich bin in die Falle geraten! Auf ausgedehnten Spaziergängen und langen Fahrten nutze ich gerne die Zeit, um neue KünstlerInnen und Bands zu entdecken. Dabei hat es sich eingeschlichen, dass ich aus Bequemlichkeit auf Playlists und Algorithmen von Streaming-Diensten wie z.B. Spotify Radio zurückgreife.

Mittlerweile erfordert es einen erheblichen Zeitaufwand, sich durch die Menge an Neuerscheinungen zu scrollen, geschweige denn, jene zu finden, welche nicht auf der Landingpage angepriesen werden.

Wähle ich eine meiner Lieblingsbands aus und starte darauf basierend Spotify Radio, fällt schnell auf, dass sich die Auswahl häufig wiederholt, nicht besonders divers ist und die Fülle an Neuveröffentlichungen kaum widerspiegelt. Was anfangs bequem war, ist mit der Zeit lästig geworden. Den Skip-Button finde ich mittlerweile blind. Nicht vorstellbar, wie grauenhaft eine Welt ohne Skip-Button wäre - wir wären vollständig den Algorithmen ausgeliefert und bekämen immer wieder mehr vom Selben vorgesetzt. 

 

Noch alarmierender ist, dass das Problem weit über Musik hinausgeht. Unsere Meinungen und Einstellungen zu zentralen Themen wie Politik, Gleichberechtigung, Klima und globale Konflikte werden ebenfalls durch Algorithmen geprägt - sei es auf Facebook, Instagram, X oder YouTube. Denn  dort entscheiden wir nicht mehr selbst welche Informationen wir bekommen um unsere Meinung zu bilden. 

 

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